Ein erster Termin in einer neurochirurgischen Praxis ist kein Schritt in Richtung Operation. Er ist ein Gespräch, an dessen Ende Sie wissen, was Ihre Beschwerden verursacht, welche Wege es gibt und welcher davon zu Ihnen passt. Damit dieses Gespräch etwas bringt, hilft ein wenig Vorbereitung.
Brauche ich eine Überweisung?
Gesetzlich Versicherte können eine neurochirurgische Praxis direkt aufsuchen. Eine Überweisung von der Hausärztin, dem Orthopäden oder der Neurologin ist sinnvoll, weil sie uns die Vorgeschichte mitliefert, aber sie ist keine Voraussetzung. Privat Versicherte brauchen ebenfalls keine Überweisung. Wenn Sie eine haben, bringen Sie sie mit. Wenn nicht, kommen Sie trotzdem.
Wie Sie einen Termin bekommen
Am schnellsten online über Doctolib, dort sehen Sie freie Zeiten an allen drei Standorten und buchen direkt. Oder telefonisch, zu den Sprechzeiten des Standorts, der für Sie am nächsten liegt. Termine sind an allen Standorten nach Vereinbarung.
Wenn Ihnen woanders zu einer Operation geraten wurde und Sie eine zweite Einschätzung möchten, sagen Sie das bei der Terminvereinbarung. Dann planen wir mehr Zeit ein.
Was trifft auf Sie zu?
Ich war noch nie in dieser Praxis
Vereinbaren Sie einen ersten Termin am Standort Ihrer Wahl, online oder telefonisch. Eine Überweisung brauchen Sie nicht. Aufnahmen und Befunde bringen Sie mit, wenn Sie welche haben.
Mir wurde zu einer Operation geraten
Sie haben Anspruch auf eine zweite ärztliche Einschätzung. Sagen Sie bei der Terminvereinbarung, dass es um eine Zweitmeinung geht. Dann planen wir mehr Zeit ein. Bringen Sie die schriftliche Empfehlung und alle Aufnahmen mit.
Ich bin bereits in Behandlung und habe eine Frage
Rufen Sie den Standort an, an dem Sie behandelt werden, zu dessen Sprechzeiten. Rezepte, Befunde und Terminänderungen klären wir am Telefon.
- Duisburg-Rheinhausen02065 / 67 64 580
- Wesel0281 / 16 496 888
- Mönchengladbach02161 / 91 82 360
Es ist dringend
Bei einer neuen Lähmung, einer Störung von Blase oder Darm oder Taubheit im Gesäß- und Innenschenkelbereich wählen Sie den Notruf 112 oder fahren Sie in die nächste Notaufnahme. Warten Sie nicht auf einen Termin bei uns.
Ist es dringend, aber kein Notfall, rufen Sie uns zu den Sprechzeiten an und sagen Sie das am Telefon.
Was Sie mitbringen sollten
Haken werden nicht gespeichert.
Falls Unterlagen fehlen, ist das kein Grund, den Termin zu verschieben. Wir sagen Ihnen dann, was noch gebraucht wird und wo Sie es bekommen.
Wie der Termin abläuft
- Wir hören zu. Was genau schmerzt, seit wann, wobei wird es besser, wobei schlimmer? Was wurde schon versucht? Diese Angaben entscheiden oft mehr als das Bild.
- Wir untersuchen Sie. Kraft, Gefühl, Reflexe, Beweglichkeit. Erst die Verbindung von Untersuchung und Bildgebung ergibt eine belastbare Einschätzung.
- Wir sehen uns die Bilder gemeinsam an. Sie sehen auf dem Bildschirm, was im Befund steht, und was davon zu Ihren Beschwerden passt.
- Wir besprechen die Möglichkeiten. Konservativ, mit Spritzen, operativ, oder erst einmal abwarten. Mit Vor- und Nachteilen, ohne Druck.
- Sie entscheiden. Nicht im Termin, wenn Sie das nicht wollen. Nehmen Sie die Einschätzung mit nach Hause und lassen Sie sie wirken.
Wie lange dauert das?
Planen Sie für ein Erstgespräch mit Untersuchung ausreichend Zeit ein. Wenn Aufnahmen vorliegen, dauert es länger, weil wir sie gemeinsam durchgehen. Bei Wartezeiten sagen wir Ihnen an der Anmeldung Bescheid.
Was Sie fragen können
Es gibt keine dummen Fragen, aber es gibt Fragen, die man vorher aufschreiben sollte, weil sie einem im Termin entfallen. Ein paar, die sich bewährt haben:
- Erklärt der Befund meine Beschwerden, oder ist er ein Zufallsbefund?
- Was passiert, wenn ich erst einmal nichts tue?
- Welche Möglichkeiten gibt es außer der Operation, und was spricht dafür und dagegen?
- Woran erkenne ich, dass es schlimmer wird und ich mich melden sollte?
Wenn Sie in Begleitung kommen möchten
Gern. Vier Ohren hören mehr als zwei, und wer eine Diagnose verarbeitet, vergisst vieles vom Gespräch. Eine vertraute Person darf mit in das Sprechzimmer.